Fensterlein is back!

9 Jul

 

Ein bißchen Pause musste sein. Etwas länger als gedacht, dafür gehts auch wieder viel besser.

Es scheint, als tun sich neue Möglichkeiten für mich auf. Auch wenn ich vlt künstlerisch grade etwas unproduktiv bin.
Ich arbeite grade daran, selbst eine kleine Ausstellung für die vorhandenen Werke zu inszenieren, mir fehlt eigentlich nur noch eine Räumlichkeit oder auch gern ein Garten mit WC und sicherer Hütte. Ich habe den Traum, Natur und Kunst kurzfristig zu verbinden, vielleicht findet sich noch was, wo ich mir diesen kleinen Traum erfüllen kann. Natürlich wäre es eine recht kurze Ausstellung, wetterbedingt, aber es wäre ein Anfang, als Frau Fenster etwas eigenes auf die Beine zu stellen. Ich bin der Meinung, es ist langsam Zeit.

Ich werde mich auch bald wieder an meine Kunstwerke setzen und ein neues Projekt ausprobieren, dass mir schon recht lange im Kopf rumschwirrt. Aber dazu mag ich noch nicht soviel sagen. Lasst Euch einfach überraschen!

Eine andere wunderbare Sache, die sich neu entwickelt, ist die Musik.
An der Stelle schon mal ein großes DANKE an die beiden Göttermänner Royce aka FrustraDead und der Speerträger, die mir das Gitarrespielen beibringen – mit Geduld, Verständnis und auch noch immer erreichbar für mich. Besser gehts nicht. Daher habe ich auch mal in mich investiert, und mir wieder eine eigene Gitarre gekauft, und jetzt übe ich täglich (egal ob ich draussen bin oder zuhause) und hoffe, ich kann bald spielen. Ehrgeiz ist jedenfalls da.
Das schöne da dran ist aber eigentlich, dass ich meine musikalische Seite ausleben kann. Vielleicht noch nicht so, wie ich gern würde, aber es tut wirklich gut. Und es beruhigt mich. Und macht glücklich.

Es werden auch bald neue Videos gedreht in Zusammenarbeit mit FrustraDead, wir haben Euch da nicht vergessen, jedoch brauchen wir exzentrischen Musiker/Künstler/Selbstdarsteller immer bissl Luft, also Ihr werdet bald wieder mehr von uns hören und sehen, ich freu mich schon drauf.

Es geht also frohen Mutes weiter.

Und damit es auch mal wieder was zum gucken für Euch gibt, habe ich ein paar Fotos von neueren Werken hochgeladen, die ich vor kurzem gemalt habe. Bin gespannt, wies Euch gefällt!

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Neue Ideen, neue Wege

1 Mai

Seit ich vor kurzem ein paar Tage an mein Zuhause gefesselt vor mich hin kränkelte, packte mich das Malfieber und seitdem bin ich wieder in einer kreativen Phase. Immerhin hatte mich das Kranksein auch die geplante Berlinreise mit FrustraDead gekostet. Da ist diese Phase ein seelisches Trostpflaster, bis wir das nachholen können.

Alte Ideen probiere ich endlich aus, während schon wieder neue Ideen drängeln und drücken. Alles will raus, wie in einem überfüllten Fahrstuhl, den alle Gäste gleichzeitig verlassen wollen. Da wird geschoben, gepresst, gerempelt und gequetscht und erst nach und nach können die Gäste den Fahrstuhl verlassen und sich in großen Räumen aufatmend ausbreiten.

At Work Szene Farbspiel

Je mehr ich mache, desto mehr wächst der Wunsch meine Werke auch öffentlich zu zeigen. Ich versuche jetzt, Möglichkeiten zu finden, wie ich ausstellen und verkaufen könnte. Auch wenn das als Künstler unangenehm ist, es irgendwie widestrebt und sich ein bißchen widerlich anfühlt, von Verkaufen zu sprechen. Aber auch das gehört dazu. Mein Künstlerherz würde am liebsten alles einfach verschenken, aber es lebt sich leider nicht wirklich lange von Luft und Liebe. Meine Bilder sind absolut einzigartig und ein Teil von mir.  Wer sich ein Stück von mir an die Wand hängen will, kann sich natürlich gerne bei mir melden. (Ich freue mich sogar!)
Es ist halt nicht einfach, wenn man am Anfang steht, einen Fuss in die richtigen Türen zu bekommnen, ein paar Ideen habe ich aber schon, um neue Kontakte zu knüpfen.
Mal sehen, was sich so tut, es weht schon ein Hauch von Aufregung durch das Fenster.

Ihr hört von mir

Eure Frau Fenster

Blick von der Fensterbank

30 Mrz

Ich weiß, ich weiß.
Man könnte meinen, Frau Fenster hat ihren Blog vergessen. Ist aber gar nicht so. Ich komme einfach nur nicht zum Schreiben.

Es ist soviel passiert, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.
Um Euch (und mich) nicht zu überfordern, wird das hier quasi eine Art Zwischenstand, damit Ihr wieder den Anschluss zu mir finden könnt.

Einige von Euch haben ja schon mitbekommen, dass ich inzwischen zum TRAUMSCHLÄGER KOLLEKTIV gehöre und eine KOLLEKTIVLINE bin. Nach wie vor bin ich mit Herz und Seele dabei und absolut überzeugt von diesem Projekt. Ich habe Euch ja schon mal darüber berichtet (siehe mein Beitrag vom 07. April 2013).
Dort habe ich auch durch die vielen Stammtische meinen Mitbewohner, der SPEERTRÄGER, kennengelernt und bin inzwischen mit vielen anderen KOLLEKTIVLINGEN und KOLLEKTIVLINEN befreundet.

 

Zusammen haben wir sogar unseren ersten Selfmade-Event auf die Beine gestellt, die LEGEN -gleich kommts- DÄRE TRAUMSCHLÄGER KOLLEKTIV GEBURTSTAGSPARTY.

Anlässlich unseres 1. Geburtstages als Kollektiv haben wir am 28. Februar 2014 in der FRIDA 116 ausgestellt, musiziert und bis in die Morgenstunden gefeiert und gelacht.

Inside, 100 x 80 cm, Acryl Materialmix (Ausgestellt bei der Traumschläger Kollektiv Party am 28.02.14 in der FRIDA 116)

Inside von Frau Fenster, 100 x 80 cm, Acryl Materialmix (Ausgestellt bei der Traumschläger Kollektiv Party am 28.02.14 in der FRIDA 116)

Fotos und Videos sowie einen exklusiven Partybericht findet Ihr auf http://www.traumschlaeger.com/aktuell/

Aber ganz auf der faulen Haut, abgesehen von der Party, habe ich nicht gelegen.
FrustraDead (Kollektivling/Musiker/Gitarrist/Allrounder) hat mich eingeladen, bei seinem allerersten MusikVIDEO mitzuspielen. Ursprünglich war auch nur ein Video geplant, aber wir hatten beide soviel Spaß dabei, dass wir gleich noch ein Zweites gedreht haben.

Das erste Video „FrustraDead – I“ könnt Ihr Euch hier ansehen:

 

Und hier seht Ihr „FrustraDead – Once again

Aktuell arbeiten wir bereits an dem nächsten Video, also Ihr könnt gespannt sein, was da raus kommt (sind wir übrigens auch).
Es macht wirklich wahnsinnig viel Spaß, auch mal das Schauspielern ausprobieren zu können, zumal es sehr interessant ist, was dabei so mit einem passiert. (Ich habe gelernt: In mir wohnt ein grunzendes Maskenmonster, von dem ich gar nichts wusste.)
Wir werden demnächst auch mal ein paar Outtakes zusammenschneiden und online stellen, damit Ihr einen Blick hinter den Vorhang bekommt. Freut Euch, es lohnt sich auf jeden Fall!

Inzwischen hat sich aber auch auf musikalischer Ebene bei mir was verändert.
Ich habe Euch ja schon mal erzählt, dass ich beim Singen vor anderen Menschen eine Art „Blackout“ habe. Und bisher habe ich noch nie jemanden getroffen, der mich musikalisch versteht, selbst wenn ich es mit Worten nicht ausdrücken kann und endlich meine kleinen Texte so vertonen kann, wie ich es mir vorgestellt habe. FrustraDead weiß da genau, was ich hören will und zu was ich singen möchte und schafft es, mich Stück für Stück aus meinem Schneckenhaus zu holen. Wer weiß, vielleicht lerne ich ja doch noch das Gitarre-Spielen.
Die ersten groben Songskizzen stehen soweit und wir wagen zusammen ein neues Experiment. Wo immer das hinführt, Spass macht es auf jeden Fall, und so wird es bald die ersten Songs von „FRUSTFENSTER“ geben.

Meine Malerei ist aber nicht vergessen und so durfte ich mit Julia Kellerbrandt (Mixed Media Künstlerin und KOLLEKTIVLINE), die art Karlsruhe besuchen.
Wir haben dort viele, neue Eindrücke mitgenommen und uns bis zum Schluss soviel wie nur möglich angesehen.

Vieles von diesen Eindrücken versuche ich auf Leinwänden festzuhalten und hoffe natürlich, dass ich noch öfter und gerne auch länger meine Bilder ausstellen darf.

Und ein bisschen stolz bin ich schon, dass ich bei unserem Partyevent meine Bilder das erste Mal der Öffentlichkeit präsentieren durfte.

Ihr seht, da hat sich im Hintergrund viel getan und das kreative Treiben hört so schnell nicht auf. Demnächst geht es auch für ein paar Tage nach Berlin, da freu ich mich schon drauf!
Ich bin gespannt, was alles noch kommt und halte Euch wieder auf dem Laufenden. Dann aber auch etwas schneller!

Wer mich oder das TRAUMSCHLÄGER KOLLEKTIV mal selbst erleben will, einfach mal zu unseren Stammtischen kommen.

Infos dazu unter

http://www.traumschlaeger.com/

http://www.facebook.com/Das.Traumschlaeger.Kollektiv

https://www.facebook.com/pages/Frau-Fenster/578095545544318?fref=ts

Bis Bald

Eure Frau Fenster

Neues aus meiner kleinen Farbwerkstatt

14 Nov

Wenn auch weniger öffentlich, so ist doch in den vergangenen Monaten viel passiert. Und auch in meiner kleiner Werkstatt hat sich was getan, und ich möchte hier die Endergebnisse vorstellen.
Leider sind die Fotos nicht so gut geworden, die Bilder können aber auch bei Interesse besichtigt werden (Standort: Frankfurt). Ich werde natürlich so bald wie möglich neue Fotos machen.

Ahnungslos, 50 x 50 cm Acryl Materialmix

Ahnungslos, 50 x 50 cm Acryl Materialmix

Farbuniversum, 40 x 50 cm Acryl Materialmix

Farbuniversum, 40 x 50 cm Acryl Materialmix

Romantik, 40 x 50 cm Acryl Materialmix

Romantik, 40 x 50 cm Acryl Materialmix

Landschaft, 40 x 50 cm Acryl Materialmix

Landschaft, 40 x 50 cm Acryl Materialmix

Fussspuren, 30 x 70 cm Acryl Materialmix

Fussspuren, 30 x 70 cm Acryl Materialmix

Preise auf Anfrage.

Das Projekt Traumschläger Kollektiv

7 Apr

Beim Traumschläger Kollektiv geht es in erster Linie um die Verbindung zwischen Künstlern und Musikern aller Art. Dabei ist es nicht so wichtig, was man macht, ob Theater, Tanzen, Schreiben jeder Art, Fotografieren, Komponieren, Bildhauen oder Malen. Für alles soll es dort Raum geben, um sich auszutauschen, Erfahrungen zu sammeln und weiterzugeben.
Für das Kollektiv ist Toleranz anderen Künsten gegenüber sehr wichtig, denn jeder hat seine ganz individuelle Art sich auszudrücken und kreativ zu sein. Und das ist ja auch gewollt.
So können neue Möglichkeiten entstehen, um zu experimentieren und von anderen zu lernen. Denn das ist ebenfalls entscheidend. Es gibt hier keine „Ich-bin-besser-als-Du“- Atmosphäre, und die soll hier auch gar nicht erst entstehen. Wissen und Erfahrungen, Meinungen und auch Kritik werden hier bewusst geteilt, und auch die scheinbar einfachste Frage wird ernst genommen.
Ich habe es schon oft erlebt, grade im Bereich Fotographie, dass erfahrenere Mitmenschen ihr Wissen nicht weitergeben wollten, oder mit Antworten kamen wie: „Kauf Dir ein Buch, wenn Dus wirklich lernen willst“
Und grade, wenn man erst mit Etwas anfängt und noch unsicher ist, können solche Aussagen sehr demotivierend sein.
Natürlich gibt es auch genug Menschen, die sich selbst etwas beibringen können. Aber viele lernen am leichtesten durch Kommunikation und Erleben.
Für mich ist es eine gute Gelegenheit, nicht nur Teil von etwas zu sein, sondern neue Kontakte zu knüpfen und mich neu auszuprobieren und inspirieren zu lassen. Bisher hat mir das gefehlt, vor allem dass man sich persönlich mal treffen kann, da hier alles (noch) etwas regional ist. Aber genau das ist ja der Grund, warum das Kollektiv entstanden ist.
Ein persönliches Gespräch oder ein lustiger Abend zusammen in lockerer Atmosphäre ist unersetzlich.
Da das Kollektiv grade frisch geschlüpft ist, sind natürlich neue Mitglieder gesucht. Informationen dazu gibts unter: http://www.traumschlaeger.com

Im Forum werden Fragen beantwortet und Ideen diskutiert. http://www.traumschlaeger.forumieren.com

Ich denke, es ist eine wirklich gute Sache, ich bin jedenfalls überzeugt davon. Und verlieren kann ich dabei nichts, ich kann eigentlich nur was dazu gewinnen. Daher war ich von Anfang an auch von der Idee begeistert, zu versuchen, sowas auf die Beine zu stellen. Es ist bestimmt interessant und ich bin gespannt, wie sich das entwickeln wird.

Die Traumschläger Kollektiv Gründer Royce und Kalahari.

Die Traumschläger Kollektiv Gründer Royce und Kalahari.

Dieses Bild von den Gründern sagt glaubwürdig, dass es bei der Idee des Kollektivs nicht ums Geld verdienen geht, sondern Musik, Kunst und Kultur im Vordergrund stehen. Und das in entspannter Wohlfühlatmosphäre.

Das Ding mit der Synästhesie…

8 Nov

Ich wurde ja jetzt schon öfter gefragt, was das denn ist und was da so in meinem Kopf passiert.
Das ist ziemlich schwer zu beschreiben, aber ich habe die letzten Wochen versucht, dafür Worte zu finden.

Also, was ist denn das jetzt?

Synästhesie ist eigentlich die Verbindung mehrere Sinne miteinander.

Synaesthesia.com sagt:

„Synästhesie heißt gleichzeitige Wahrnehmung verschiedener Sinne. Es gibt Menschen, die diese Fähigkeit in sich tragen und deren Erleben durch diese Sinnesverschmelzungen geprägt ist.
Es gibt verschiedenste Arten von Synästhesien[1]. Nicht jeder Synästhetiker muss zwingend alle verschiedenen Verkopplungen haben. Zu den häufigsten Typen zählt die graphemische Synästhesie. Es handelt sich hierbei um die unfreiwillige Assoziation von Farben zu einzelnen Buchstaben und Zahlen, welchen von gewissen „Synnies“ sogar ein Charakter oder ein Geschlecht zugeordnet wird.“

Das findet sich bei mir vor allem in der Musik wieder.
Ich hab da was dazu auf Wiki gefunden:

„Als besondere Form der Synästhesie wird hier die Musik-Farben-Synästhesie dargestellt: Dabei handelt es sich um das Erzeugen von Farbeindrücken durch Töne. Diese Form der Synästhesie basiert somit auf Notennamen, Tonhöhen, Tonarten, Klangfarben und akkordischen Strukturen. Ändert man nun einen Ton, (zum Beispiel in der Höhe) so sollte sich auch die synästhetisch empfundene Farbe ändern. Bei der auditiv – visuellen Synästhesie gibt es daher sogenannte Korrespondenzregeln: So kommt es zum Variieren von Formen, Größe der Objekte und Helligkeit der Farben bei Veränderung der Lautstärke, Ton und Tempo. […] Emotionales Erleben von Musik wird durch die visuelle Reaktion verstärkt. Die Synästhesie ist also zusätzlich, stört dabei aber keinesfalls das musikalische Empfinden.“

Das ist eine recht anschauliche Beschreibung, dennoch kann sich kaum jemand vorstellen, was da wirklich passiert. Grade Farben und Musik lösen in uns unendlich viele Emotionen aus, doch wie muss das denn sein, wenn beides in Kombination wahrgenommen wird?

Ich versuche, das mal zu beschreiben.

Also erstmal reagiere ich nicht auf jede Musik. Volksmusik und Schlager lösen in mir eher Aggressionen aus, in Farben gesagt, seh ich da einfach rot. Auch viele Sachen, die täglich im Radio gespielt werden, rühren mich nicht besonders. Und mit Techno oder generell elektronischer Musik kann ich selten was anfangen.
Am meisten reagiere ich auf Gitarren, egal ob etwas Seichtes als Akustikversion oder etwas Lautes in einem Rocksong.
Auch Stimmen sind da ganz wichtig. Die meisten Sachen, die ich so höre, werden von Männern gesungen. Ich vermute, dass ich mehr auf dunkle, bassige Töne und Klänge gepolt bin als auf die Höhen einer weiblichen Stimme.

Sobald ich „meine“ Musik höre und den ersten Klang vernehme, ist es wie ein tiefes Einatmen. Ein Nachhause kommen und trotzdem nicht wissen, wohin es mich führt. Es ist das einzige, das mir keine Angst macht. Ich bin dort frei, und niemand kann dorthin, um es zerstören oder mir wegzunehmen.
Und jedes Mal bin ich umgeben von kräftigen, intensiven Farben, je nach Klangfarbe oder Tonhöhe. Es unterliegt sogar einem einfachen, logischem Prinzip: Je höher der Ton ist, den ich höre, desto heller ist die Farbe. Je tiefer der Ton, desto dunkler mein Farbbild im Kopf.
Ich kann also einen Song in Wellen voller Farben wahrnehmen. Ich kann es auch nicht richtig steuern, sobald ich so etwas höre, selbst wenn es nur ein Klang ist, den ich vielleicht beim Spaziergehen wahrnehme ohne dabei Musik zu hören, sehe ich dazu ein Farbbild. Es ist selten, dass es nur eine Farbe ist.

In der Musik selbst ist das etwas anders. Viele Songs haben ein Intro aus einem Klavier oder Geigenstück. Da sehe ich die Farben dann teilweise einzeln, da ich die Töne ja auch einzeln aufnehmen kann.
Doch sobald dann eine Tonreihenfolge erklingt, sind es wieder mehrere Farben.

Es ähnelt sehr diesen Visualisierungen bei verschiedenen Mp3 Playern.

Mein Kopf ist wie ein großes Haus, in dem es verschiedene Zimmer gibt. Manche Räume sind verstaubt und mit Spinnweben übersät, bei manchen geht die Tür nicht mehr auf, und andere sind nur einen kleinen Spalt geöffnet und wieder andere wirken bedrohlich und düster. Aber es gibt auch Räume voller strahlender Wärme und durchdringender, herzlicher Farben. Diese Räume sind meistens Personen gewidmet, die mir ganz nah am Herzen liegen oder es finden sich dort besondere Erinnerungen wieder.
Zu all diesen Räumen gelangt man nur durch einen großen, endlos langen Flur. Und dort wohnt die Musik mit ihren Farben.
Wie ein dunkler Kellerraum, in dem ein Filmprojektor steht, der beim ersten Klang den Raum in ein Farbmeer taucht und jedes Mal eine neue, magische Welt projiziert.

Manchmal tauchen die Farben wellenförmig auf, sie wiegen sich sanft im Takt der Musik und schweben langsam an mir vorbei, und bei schnellerer, aggressiverer Musik blitzen sie einfach nur hell leuchtend auf, nur ganz kurz um gleich wieder zu entschwinden, etwa wie ein Funkenregen oder ein tosendes Gewitter.
Manchmal ist es auch, als stünde ich in diesem Kellerflur und die Wände fangen zu beben und zu schwitzen. Kleine Tröpfchen bilden sich wie unschuldiges Morgentau, doch sie wachsen zu großen, bunten und klebrigen Honig (Farb)tropfen, die versuchen, mich in sich aufzunehmen.

Und das kann ich auch alles sehr deutlich physisch wahrnehmen, weil ich genau auf die Stellen auf meinem Kopf zeigen kann, die gerade stimuliert werden.

Aber es ist ja nicht nur so, dass ich ’nur‘ Farben wahrnehme. Da passiert ja noch viel mehr.
Zu einem kann ich dabei nicht stillsitzen. Meistens versuche ich den Takt mit den Fingern zu klopfen, oder mein rechter Fuß, nachfolgend auch ‚Schnackelfüßchen‘ genannt, wippt im Takt hin und her.
Meine Augen schließen sich ganz automatisch, damit ich von meiner Umgebung nicht abgelenkt werde. Meine Arme und Hände fangen an sich zu bewegen, ich versuche, die Töne und Farben in der Luft nachzuzeichnen. (Ich weiss, dass es ein wenig schräg und bekloppt aussieht.)
Mein Kopf neigt sich zur Musik hin, als könnte ich so besser hören, er fällt in den Nacken, zur Seite oder nach vorne, je nachdem, aus welcher Richtung ich die Töne wahrnehme. Manchmal bekomme ich auch Gänsehaut.
Die Musik trägt mich einfach davon, und mein Körper ist durchflutet von leuchtenden Melodien und ich bin angefüllt mit reiner Energie.
Und in mir schwingt und klingt es, so als ob ich selbst Teil von diesem versteckten Universum bin.
Alles in mir fühlt sich leuchtend bunt, wie ein Feuerwerk tobt es und will raus, es will explodieren und sich zeigen. Die Energie lässt sich nicht zurückhalten und verschmilzt mit meiner sehnsüchtigen Seele. Es dauert meist nur wenige Minuten, bis ich mich nicht mehr halten kann und selbst singen muss. Ja, es ist ein Muss, fast schon ein Zwang, der sich nicht unterdrücken lässt, und dennoch seit meiner Kindheit völlig natürlich ist, wenn ich mich unbeobachtet und frei fühle.
(Ich glaube sogar, dass ich nicht mal so schlecht singe, aber sobald ich das Gefühl habe, dass mich jemand sieht oder hört, kommt sofort meine Unsicherheit. Dann bekomme ich kaum noch einen Ton heraus, obwohl ich mir doch eigentlich wünsche, auf diese Art und Weise wahrgenommen zu werden.)

Sooo schüchtern...

Wenn ich dann versuche, alles rauszulassen, fühlt es sich an, als würde mein Wesen jeden Raum sprengen, als fülle meine Seele den Raum und breitet sich aus, damit sie für diesen Augenblick atmen kann. Nur dann kann ich ICH sein. Meine wahre Natur. Mein wahres Wesen.
Es ist wie ein Orgasmus im Gehirn, ja, wirklich, es übertrifft für mich so ziemlich alles, was ich bis jetzt erlebt habe, es ist der Teil meines Lebens, der mich dazu gebracht hat, nie aufzugeben, immer weiter zu machen. Es ist meine WAHRE Liebe. Ich erinnere mich, als ich als Kind von John Miles den Song ‚Music‘ das erste Mal hörte. Und ich habe sofort verstanden, was er meint. Ohne die Sprache groß verstehen zu müssen.

Ich bin ein Werkzeug der Musik. Und ich muss es wieder geben, entweder versuche ich in Texten das Erlebte mit Worten festzuhalten, oder ich versuche es in meinen Bildern. Sie sind Ausdruck dafür, was in meinem Kopf passiert, und wenn ich male, MUSS ich Musik hören. Das gehört einfach zusammen.

Es ist sehr schwer, das alles in die richtigen Worte zu packen, doch ich hoffe, ich konnte Euch meine Welt ein wenig näherbringen.

Und vielleicht legt sich meine Unsicherheit und ich stelle mich irgendwann einfach auf die Strasse und singe, wenn mir danach ist, ohne Angst zu haben, dass ich wirklich gesehen werde.

Eine Welt voller Farben

16 Okt

Wo ich geh und steh seh ich überall Farben um mich herum. Und ich würde so gern zeigen, wie schön das ist. Auch wenn ich schon sehr dunkle Zeiten durchlebt habe, sind die Farben nie ganz verschwunden.
Und aus Farben werden irgendwann Bilder und Geschichten. Und zu Geschichten gehört Musik.
Es reicht mir einfach nicht, nur zu schreiben oder Leinwände zu bemalen. Ich will mehr!
Und ich denke, ich kann auch mehr!
Ich möchte, dass JEDER etwas davon sehen kann. Und da bin ich irgendwie auf die Idee gekommen, unsere Strassen oder Parks zu verschönern. Und ich würde auch Wände bemalen und Skulpturen irgendwo aufstellen, aber ich dachte, ich fang erstmal klein an.
Wenn jemand meine Strassenkunst sieht, auch wenn sie noch nicht lange hält, soll sie sagen: ‚Du bist nicht allein! Sieh Dich um, wieviel Schönes es um Dich herum gibt!‘
Also habe ich mir vor zwei Wochen meine Kreiden und meinen Mitbewohner geschnappt und bin bei uns in den Lilipark gegangen. Eine Weile saßen wir nur so da und unterhielten uns, und ich wusste noch gar nicht so recht, was ich denn jetzt malen wollte.
Aber irgendwann dachte ich mir: Ich lass es einfach fliessen. Es ist vielleicht gar nicht so schlimm, wenn es noch nicht so gut ist. Ich mach einfach mal.

Musik an.

Und dann fing ich an. Ich schaute mir die Farben an und liess mich von ihnen leiten. Sie wählten die Motive, die Form und Intensität. Meine Hände waren nur Werkzeuge während meine Finger auf der kalten Betonplatte hin und her rutschten. Ich war völlig versunken, sah mich vielleicht ab und zu um, um meine Umgebung besser wiedergeben zu können. Und hin und wieder, glaub ich jedenfalls, wechselte ich ein paar Worte mit meinem Mitbewohner.

Natürlich hat mein lieber Mitbewohner ein wenig dokumentiert. Und ich glaube irgendwie, es hat ihm auch Spass gemacht.

Das Gefühl, dass ich beim Malen hab, ist einfach unglaublich. Es ist für mich das Natürlichste der Welt. Ich weiss nicht, warum es so ist. Aber malen, ob zuhause oder wie hier, macht mich einfach glücklich. Es ist, als sollte ich genau das tun.

Ich hab irgendwann nicht mehr gross nachgedacht, was ich da malte. Es floss einach in meine Hände. Und als ich dann fertig war, die Dunkelheit langsam einbrach und die Kälte mir längst in die Knochen gekrochen war, war ich überrascht, was meine Hände da hinterliessen.

Der brennende Baum am Tränenmeer

Natürlich denke ich, es könnte besser sein. Grade die Feinheiten konnte ich nicht so gut herausarbeiten, weil meine Kreide teilweise zu dick war. Doch im Gesamten bin ich für den Anfang zufrieden.

Denn ich habs einfach gewagt.

Und ich werde damit weitermachen.

Das nächste Mal sollte ich vielleicht einen Hut aufstellen und mich unter Menschen wagen.
Aber da brauch ich schüchternes Ding noch ein bißchen.

Mal sehen, wann es mich in größere Welten zieht. Vielleicht ja in Eurer Nähe.

Der Unterschied

29 Sep

Der Unterschied

Ich bin,
ich existiere
und bin doch nicht
– jedenfalls nicht so,
wie es von mir erwartet wird.

Ich bin wie ich bin,
ich fühle
und fühle so anders
– aber so anders,
wie man es nie von mir erwarten will.

Ich lebe,
ich kämpfe
ganz hart und streng und tapfer
– aber so schwach,
dass es schon wieder stark macht.

Warum bin ich so wie ich bin?
So anders,
so anders als erwartet,
anders denkend und fühlend,
sogar anders einzelgängerisch.

Nicht gesellschaftsfähig nennen sie es.
LEBEN nenne ich es.
Das ist der Unterschied.

1997

Anfang und Ende

18 Sep

Anfang und Ende

Drückende
dunkle
tiefhängende
Nacht

weicht

hell leuchtendem
glitzerndem
blendend grellem
Tag.

Das Ende
wird
zum Anfang.

Pochendes
pulsierendes
laut hallendes
Herz

folgt

staunendem
neugierigem
panisch verzücktem
Blick.

Der Kreislauf
beginnt
von Neuem.

Und
die Zeit
rast…

Farbwelten

14 Sep

Hier findet sich meine Kunst wieder, größtenteil sind es Leinwandarbeiten mit unterschiedliche Materialien wie Styropor und Spachtelmasse.
Ich habe dieses Jahr jetzt schon tonnenweise Ideen in meinem Kopf gesammelt, allerdings werde ich nicht alles sofort umsetzen können, da ich mich zur Zeit in einer recht unglücklichen finanziellen Situation befinde.
Natürlich würde ich mich über einen Kauf eines meiner Bilder auch freuen. Werde natürlich noch einige mehr machen, die hier angesehen werden können.
Falls jemand Interesse an einem der Bilder hat, einfach per mal Mail anfragen, ich nehme auch gerne Auftragsarbeiten an.

Blitzende Musik. Das gesamte Werk.

Blitzende Musik. Das gesamte Werk.

Was in meinem Kopf passiert, wenn ich Musik höre, in diesem Fall ist es die Band 'Tool'. Ein kleiner Ausschnitt vom gesamten Bild.

Was in meinem Kopf passiert, wenn ich Musik höre, in diesem Fall ist es die Band ‚Tool‘. Ein kleiner Ausschnitt vom gesamten Bild.

Das Werk komplett. Eines der ersten Bilder von mir.

Das Werk komplett. Eines der ersten Bilder von mir.

Das vollständige Bild - Galaxieträume

Das vollständige Bild – Galaxieträume

Die Signierung.

Die Signierung.

Ein Ausschnitt.

Ein Ausschnitt.

Das neue Bild ist endlich fertig. Es ist das erste signierte Bild und hat den Titel „Galaxieträume“. Eigentlich hatte ich als Bonbon n kleines Video geplant, aber ich kanns hier leider nicht hochladen. Und die Fotos sind diesmal sehr bescheiden, das musste alles sehr schnell gehen.

So. Habe das Video per Link für Euch bereitgestellt. Es ist ein Video mit der glücklichen Besitzerin des Bildes ‚Galaxieträume‘. Das Bild musste ja schliesslich reisesicher verpackt werden. Wünsche viel Spass beim Ansehen!

Verpacken ‚Galaxieträume‘ mit Frau Fenster

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